{"id":518,"date":"2021-07-20T10:41:51","date_gmt":"2021-07-20T08:41:51","guid":{"rendered":"http:\/\/marktplatz-rabenberg.de\/?page_id=518"},"modified":"2021-07-20T10:41:51","modified_gmt":"2021-07-20T08:41:51","slug":"alternative-antriebe-oder-einfach-nur-strom","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/marktplatz-rabenberg.de\/?page_id=518","title":{"rendered":"Alternative Antriebe oder Einfach nur Strom\u2026?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ausgangssituation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit Beginn der Industriellen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts hat der Mensch begonnen, die Erdatmosph\u00e4re durch Verbrennen fossiler Energietr\u00e4ger (Kohle, Benzin, Diesel, Flugbenzin und Ergas) massiv zu ver\u00e4ndern. Das dabei entstehende Kohlendioxyd agiert als entscheidendes Z\u00fcnglein an der Waage (Spurengas).<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Vorg\u00e4nge in der Natur ben\u00f6tigen aus menschlicher Sicht lange Zeitr\u00e4ume. Der Mensch erscheint in diesem Verh\u00e4ltnis eher als Eintagsfliege. Das schlie\u00dft das laufende anfangs unbewu\u00dfte Gro\u00dfexperiment an unserer Atmosph\u00e4re ein. Der Bremsweg wird mehrere Generationen umfassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die fossilen Energietr\u00e4ger werden in einigen Jahrzehnten ersch\u00f6pft sein. Sp\u00e4testens dann sollte(n) eine oder mehrere erg\u00e4nzende Nachfolgetechnik(en) massentauglich verf\u00fcgbar sein. Unsere aktuelle Stromversorgung basiert auf einem Mix aus Atomkraftwerken, Kohlekraftwerken, Gaskraftwerken und alternativen Energien wie Wind, Solar, Biomasse und Wasserkraft. Strom ist also nicht gleich Strom. Elektrischem Strom kann man seine Herkunft nicht ansehen. Er kommt nur scheinbar aus der Steckdose; vergleichbar der Milch aus demSupermarkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Scheinbare Energiequelle Strom<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die industrielle Revolution wurde angetrieben von den grundlegenden naturwissenschaftlichen Entdeckungen im 19. Jahrhundert. Der Elektromotor als <strong>Antriebs<\/strong>technik ist Teil dieser Entwicklungen. Mitgewirkt haben verschiedene aufeinander aufbauende Erfinder und Entdecker, soda\u00df es nicht einen einzigen klaren Entwickler gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Dampfmaschine verbreitete sich der Elektromotor mit der folgenden allgemeinen Elektrifizierung weltweit. \u00d6ffentliche Pferdebahnen wurden durch elektrische Stra\u00dfenbahnen ersetzt. Der Elektromotor ist also nicht neu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verbrennungsmotor war erst nach der Entwicklung des Elektromotors einsatzf\u00e4hig, weil dieser in der Funktionsweise komplexer ist. Er war somit quasi ein \u201cSp\u00e4tz\u00fcnder\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Echte Alternativen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Windkraftanlagen, Solarzellen, Biogasanlagen und Wasserkraftwerken sind erste nachhaltige bzw. nachwachsende Energiequellen grunds\u00e4tzlich massentauglich verf\u00fcgbar. Dabei befinden sich weitere Ans\u00e4tze im Laborma\u00dfstab in der Entwicklung. Hier ist also das letzte Wort noch \u00fcberhaupt nicht gesprochen. Erneuerbare Energien befinden sich eher am Anfang ihrer Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben Strom steht aktuell die Wasserstofftechnik als langfristig vielversprechenderere alternative Energie<strong>speicher<\/strong>-, &#8211;<strong>transport<\/strong>und<strong> -antriebs<\/strong>technik eher im Hintergrund zur Diskussion. Wasserstoff mu\u00df heute durch Elektrolyse (Aufspaltung von Wasser in Wasser- und Sauerstoff durch Strom) energieaufwendig gewonnen werden. Hier ist noch viel Entwicklungsarbeit zu leisten, um im Masseneinsatz rentabel und praktikabel zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Herkunft des daf\u00fcr verwendeten Stroms unterscheidet man vor allem grauen (fossile Energietr\u00e4ger) und gr\u00fcnen Wasserstoff (nachhaltige Energiequellen). Daneben gibt es noch Zwischenformen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuelle (neue) Elektrifizierungswelle ist eigentlich ein alter Hut aus Zeiten vor Erfindung des Verbrennungsmotors nur in neuen Dimensionen. Hier sollte man behutsam und vor allem aufmerksam vorgehen, um nicht in eine von vornherein unausgereifte Technik zu investieren. Vielleicht ist es doch das falsche Pferd, auf das man hier zu fr\u00fch setzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stromverteilungund -speicherung als Schneckenpost<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jeder kennt das: Akkubetriebene Haushaltsger\u00e4te brauchen mitunter eine halbe Ewigkeit, um geladen zu werden. Auftanken \u00fcber Nacht ist dann schnell die naheliegendste L\u00f6sung. Nur was ist, wenn dieses Ger\u00e4t das eigene Auto ist? Braucht jeder Parkplatz in naher Zukunft eine eigene Steckdose? Benzin tanken ist dagegen in einer Viertelstunde komplett erledigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Daran erkennt man, wieviel Entwicklungsarbeit noch zu leisten ist.Schnellladestationen k\u00f6nnen schon deutlich mehr. Bis Ladezeiten wie beim klassischen Tanken erreicht sind, werden jedoch trotzdem noch einige Jahre ins Land gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einfamilienh\u00e4userk\u00f6nnen durchaus mit einer Ladestation beispielsweise in der heimischen Garage ausgestattet werden, solange nur wenige Fahrzeuge \u00fcber Nacht geladen werden m\u00fcssen. Beim Geschosswohnungsbau bzw. Hochh\u00e4usern h\u00f6rt diese Praktikabilit\u00e4t dann jedoch gleich wieder auf, weil dann auf den Elektroleitungen quasi \u201cSchichtverkehr\u201dist. Ein Zusammenbruch des Stromnetzes mu\u00df vermieden werden. Lastverteiler oder quasi \u201cStromampeln\u201d sind unverzichtbar und bedeuten zus\u00e4tzliche Kosten in der Anschaffung und Unterhaltung.<\/p>\n\n\n\n<p>Jede einzelne Ladestation ben\u00f6tigt heute einen Starkstromanschlu\u00df, vergleichbar dem heimischen Elekroherd (Drehstrom). Das ist also keine Kleinigkeit, wie beispielsweise ein Radio an die Steckdose anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn der Wegfall fossiler Energietr\u00e4ger die klassische Tankstelle auf den ersten Blick \u00fcber kurz oder lang \u00fcberfl\u00fcssig macht, steht damit doch eine erg\u00e4nzende Infrastruktur (Abrechnung, Wartung, Serviceetc.) zur Verf\u00fcgung, die weitergenutzt werden sollte. Ausgew\u00e4hlte reine Elektrotankstellen k\u00f6nnten hier technische Probleme im Zusammenspiel mit feuergef\u00e4hrlichen fossilen Energietr\u00e4gern aushebeln. Schnellades\u00e4ulen der Zukunft rentieren sich in einem solchen Umfeld auch eher, als reihenweise Lades\u00e4ulen aufParkpl\u00e4tzen. Kurzfristige aktuelle Investitionen dieser Art im privaten Umfeld bedeuten nur Profit f\u00fcr die Hersteller.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Fahrzeug-Hersteller sind in der aktuellen Situation in der Pflicht, die notwendige fl\u00e4chendeckende Infrastruktur f\u00fcr den Betrieb der Fahrzeuge zu schaffen, z.B.in Zusammenarbeit mit den Tankstellenbetreibern. Das ist die rentabelste und am ehesten umsetzbare L\u00f6sung. Eine schl\u00fcssige Gesamtl\u00f6sung ist jedoch weiterhin gemeinsam gefragt. Punktuelle Pilotprojekte (Lades\u00e4ulen) in den Stadtteilen k\u00f6nnen nur als Schuhl\u00f6ffel dienen, sollten aber auch von interessierten Mitb\u00fcrgern genutzt werden, um gemeinsam Erfahrungen zu sammeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgangssituation Seit Beginn der Industriellen Revolution Mitte des 19. 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